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Reisebericht 2010


Jugendaustausch Kirchenkreis Saar-Ost - Diözese Butare

(29. 06. – 18. 07. 2010)

 

Als eine Gruppe junger Leute im Alter von 17 bis 24 Jahren mit ihrer Begleiterin und mir als „Mädchen für alles“ und Chronisten von Neunkirchen mit dem Regionalexpress nach Frankfurt zum Flughafen startete, ging sie endlich zu Ende: die lange Zeit des Planens und der Vorbereitungen im Hinblick auf die Jugendfreizeit des Kirchenkreises Saar-Ost in Ruanda - als Fortsetzung des internationalen Jugendcamps im vergangenen Sommer im Saarland.

Bestens geplant und vorbereitet durch die Jugendreferentin des Kirchenkreises Saar-Ost, Frau Ulrike Zuda-Tietjen, ging die Reise los, nachdem sich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einem Wochenende eingehend mit dem Land Ruanda, seiner Bevölkerung und den zu erwartenden Lebensbedingungen beschäftigt hatten.
Als wir auf dem Flughafenschalter auf unser „Einchecken“ warteten rief uns dann zu unserer Überraschung Bischof Gasatura an, der zu dieser Zeit bei der VEM in Wuppertal weilte, und wünschte uns alles Gute und Gottes Segen für unseren Flug.

 

Dank der guten Vorarbeit konnten wir pünktlich von Frankfurt mit der "Ethiopian Airlines" nach Addis Abeba starten. Mit an Bord waren Alexander, Angelika, Jana, Julian, Tina, meine Ehefrau Karin und ich. Das große Abenteuer sollte für alle Beteiligten beginnen.

 


Flughafen Frankfurt

Schon in Addis Abeba machten wir Bekanntschaft mit der „afrikanischen Zeit“; unser Anschluss-Flug nach Kigali begann mit einer 1 ½ -stündigen Verspätung - ohne einen für uns erkennbaren Grund. In Kigali erwarteten uns, geduldig seit 3 Stunden wartend, Rev. Odilo Rushahigi, der Sekretär der Diözese, und Daniel Gasatura.

Schon bei der Fahrt vom Flughafen in Kigali nach Butare war mir eine sprunghafte Veränderung in Ruanda aufgefallen: in Kigali sind zahllose Hochhäuser am Entstehen, die Straßen der Hauptstadt waren vollgestopft mit Autos und der Verkehr droht zu erliegen; auch auf der asphaltierten Straße nach Butare war die Zunahme der motorisierten Verkehrsteilnehmer augenscheinlich – Fahrradfahrer und Fußgänger wurden immer wieder vom Hupkonzert der Kraftwagenfahrer auf den Seitenstreifen gescheucht.
Auffallend war auch die Anzahl der Busse, die zu beobachten waren.
Überladen mit einheimischen Fahrgästen gaben sie das Tempo auf der Straße an und überholten die oftmals untermotorisierten Autos und Lastwagen. Rechts und links der Hauptstraße war eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen. In den Ortschaften, die unser Weg kreuzte entstehen mehrgeschossige Häuser. Besonders auffallend waren Aushubarbeiten an einem Graben, der neben der Straße verläuft, und der von einem Heer von Tagelöhnern geschaffen wird. Hier soll ein Breitbandkabel für einen schnellen Internetzugang verlegt werden.

 



In Butare erwarteten uns dann viele bekannte Personen, und wir wurden aufs Herzlichste begrüßt. Nach einem üppigen Empfangsdinner konnten wir dann diesen ereignisreichen Reisetag erschöpft ausklingen lassen.

Die Unterbringung der Delegation erfolgte dann – wie geplant – während unseres Aufenthaltes in verschiedenen Familien, so dass allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit geboten war, am Alltag der Gastgeber zu partizipieren und so die ruandische Lebenswirklichkeit kennen zu lernen.

Am darauf folgenden Morgen wurden wir von dem Ruf eines Muezzin in aller Frühe vor Sonnenaufgang geweckt. Allgemein ist zu beobachten, dass in dem christlich geprägten Land die Zahl der Muslime deutlich steigt. Eine weitere Beobachtung ist das Ansteigen von Menschen mit weißer Hautfarbe. Waren wir bei vorausgehenden Besuchen die einzigen „Muzungus“ (Fremde, Reiche), so trifft man in den Städten nun zunehmend auf Reisende aus Europa und Amerika.

Doch nicht nur das Land Ruanda hat sich verändert, auch in der Diözese Butare sind seit dem Amtsantritt von Bischof Gasatura im letzten Jahr deutliche Veränderungen wahrzunehmen. Auf dem Gelände der Diözese pulsiert ebenfalls das Leben. Ständig sind in dem Gästehaus Veranstaltungen und Tagungen; auch hier trafen wir auf verschiedene Gruppen von Amerikanern. Zusammen mit einer Gruppierung von jungen Leuten aus Großbritannien des „Tear fund“ -, einer Organisation, die es jungen Menschen ermöglicht, bei der Durchführung von Arbeiten in Entwicklungsländern Erfahrungen zu sammeln - sollten wir an mehreren Tagen unseres Aufenthaltes Ziegelsteine herstellen,  die dazu dienen sollen, in einer ländlichen Gemeinde eine Kirche zu bauen.

 

Neben unserem zahlreichen Gepäck hatten wir ein umfangreiches Programm mit nach Ruanda genommen. Verschiedene Projekte waren geplant, die durch die Spendenbereitschaft vieler Menschen ermöglicht wurden.

 

In Fortführung der Themen des Jugendcamps des vergangenen Jahres wie „Klimaveränderung und erneuerbare Energien“ sollte nun die praktische Umsetzung in der Partnerdiözese in Butare durch uns erfolgen.

 

Ich hatte mich durch zahlreiche Gespräche mit Fachleuten auf dem Gebiet der Photovoltaik und dem Studium von Bauanleitungen auf die Anforderungen, die uns erwarteten, theoretisch vorbereitet, um dieses nachhaltige Projekt realisieren zu können. Ermöglicht wurde dieses allerdings erst durch die großzügige Förderung durch das Saaländische Umweltministerium, das die Maßnahme mit der Übernahme von 70 % der Kosten förderte.

Doch zunächst galt es zu klären, wie wir die Einzelteile einer geplanten Fotovoltaikanlage (Insellösung) nach Butare zu der dortigen Sekundarschule schaffen konnten. Nachdem der Pickup der Diözese in Reparatur war, begab ich mich mit dem Sekretär der Diözese, Odilo, und einem Elektriker vor Ort, der nach seinen Angaben schon Erfahrungen mit der Installation einer derartigen Anlage gesammelt hatte, in aller Frühe mit dem Linienbus (!) nach Kigali, um dort in einem Elektronikfachgeschäft die Bestandteile zu erwerben. Diese ließen wir dann mit einem Wagen zum Busbahnhof schaffen und in einen Linienbus verladen. Wir hatten zu diesem Zweck die hintere Sitzreihe angemietet und konnten dort drei Module, die Batterien, das Kabel, die Ladekontrollen pp. ablegen. Und wieder ging die 2-Stündige Fahrt nach Butare zurück.

 

Am darauf folgenden Morgen erwarteten der Elektriker und ein Schlosser mich und die Gruppe, um zu beratschlagen, an welcher Stelle des Daches die Anlage angebracht werden sollte und wie die sonstige Weiterführung erfolgen sollte. Nach mehrstündigem „Palaver“ konnten wir uns hinsichtlich der Plazierung der Module einigen und fanden auch einen kühlen Raum in Nähe des Daches. Nun konnten wir endlich in die praktische Realisierung unseres Vorhabens eintreten.




Es wurde ein Plan erstellt, wie die Halterung
  der Module gefertigt werden sollte und eine Materialberechnung durchgeführt. Dann ging es zu Fuß in ein Geschäft, das die erforderlichen Winkeleisen und Rohre sowie Trennscheibe und Schweißdrähte im Angebot hatte.

Nun war nur noch die Frage des Transportes zu klären – wieder wurde wortreich und zeitaufwändig verhandelt und die afrikanischen Partner fanden letztendlich, dass der verlangte Preis zu hoch sei, und nur durch die Tatsache, dass ein „Muzungu“ der Auftraggeber war, zu erklären sei. Daraufhin schlug ich vor, dass wir das Material selbst zur Schule tragen sollten. Die „Träger“ hatten wohl mit einer solchen Entschlossenheit nicht gerechnet und erklärten sich plötzlich mit unserem Angebot zufrieden.

Nun – endlich konnte mit den Arbeiten begonnen werden. Zügig und geschickt zerlegte der Schlosser das Material in die erforderlichen Stücke und schweißte die Einzelteile fachgerecht zusammen. 

 





Bis zum späten Nachmittag war dann die Halterung für die Anlage erstellt und mit einer Leiter, die gerade mal bis unter die Regenrinne reichte, wurde das Ganze auf das vorgesehene Dach geschafft. Wie gut, dass wir zahlreiche Helfer hatten, die zur Hand gingen.

 

Die Fixierung der Halterung auf dem Dach sollte nun doch wirklich kein Problem darstellen – dachte ich! Aber auch das mussten wir ellenlang ausdiskutieren: schließlich konnte ich mich mit meinen Vorstellungen durchsetzen. Diese Diskussionen wurden zusätzlich erschwert durch die Tatsache, dass alle Akteure nur Kinyarwanda sprachen und ich stets einen Dolmetscher brauchte, der meine in englischer Sprache geäußerten Wünsche übersetzte. Es muss jedoch erwähnt werden, dass die komplette Anlage vor Feierabend auf dem Dach war und sicherlich auch einem kleinen Sturm trotzt.

 


Man beachte das Schuhwerk des Schlossers!


Am nächsten Morgen kam dann endlich unser Elektriker zum Zuge. Strippen mussten gezogen werden, Anschlüsse wurden angeklemmt und auch hier konnten wir am späten Nachmittag Vollzug melden. Schließlich mussten zwischendurch immer mal wieder Einkäufe getätigt werden – mal war kein Bohrer vorhanden, dann fehlte noch Kabel,
 Sicherungen usw.. Was zählt, ist jedoch der Erfolg. Die Anlage war fertig gestellt und lief. Immerhin kann durch ein Umschalten sogar auf das öffentliche Stromnetz zurückgegriffen werden, wenn die Batterien leer sind.

 

Wen stört es schon, dass der Gebrauch einer Wasserwaage in Ruanda nicht bekannt ist und dass die Leitungen ein wenig rumhängen! Wichtig ist doch nur, dass die Anlage funktionstüchtig ist, und dass sie der Sekundarschule in Butare und der Verwaltung unentgeltlichen und sauberen Strom spendet. Der Stolz aller an der Erstellung der Anlage Beteiligten und der Lob aller Bewunderer waren der Lohn für ein hartes Stück Arbeit.

 





Und immerhin kann in Zukunft jeder sehen, wer diese Anlage bezahlt und erstellt hat! Der Vollständigkeit halber muss auch noch unbedingt erwähnt werden, dass das Saarländische Umweltministerium die Anlage nicht unwesentlich bezuschusst hat.

 



Auch unser zweites Projekt stand im Zusammenhang mit der Energiegewinnung durch Sonne. Rein zufällig stieß ich vor Monaten auf die Meldung, dass nach dem Erdbeben auf Haiti ein Hilfsprogramm zum Ankauf von zahlreichen Solarkochern gestartet wurde.

 

Mein Gedanke nun: wenn solche Kocher in südlichen Gefilden hilfreich sind, warum sollten sie nicht auch Ruandern einen Nutzen bringen, die Probleme mit ihren energetischen Ressourcen haben. Kochstellen werden hier in Ermangelung preiswerter Alternativen mit Holz oder mit Holzkohle betrieben. Der erste Energieträger muss zeitaufwändig gesucht und nach Hause getragen werden, der zweite kostet für einfache Leute in Ruanda ein kleines Vermögen.

Ich hatte schon vor unserer Abreise die ruandischen Partnern nach ihrer Meinung gefragt, so richtig reagiert hatten Sie nicht. Zwischenzeitlich konnte ich auch in Erfahrung bringen, dass in einer Pfarrei, die etwa zwei Stunden von Butare entfernt lag von einem Ehepaar aus Rheinland-Pfalz u. a. derartige Solarkocher als Projekt eingeführt wurden. Daher nahm ich nach Ruanda die Wegbeschreibung zu diesem Ort und Informationsmaterial über Solarkocher und Solarkisten mit.

Doch auch im persönlichen Gespräch konnte ich nicht überzeugen. Was blieb mir außer der Äußerung meines Wunsches, diese Gemeinde in Nzuki zu besuchen, um mich dort vor Ort von den Projekten der Eheleute Rahe zu überzeugen. Gegen meine Zusage, den Tank des der Diözese gehörenden Geländewagens zu füllen, wurde mir dieser zusammen mit dem Fahrer zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Odilo und einem befreundeten Pastor, David Nahayo, starteten wir.

Nach einer Fahrt, die sich länger als erwartet hinzog, da wir bald die Asphaltstraße verließen und über staubige Pisten, die sich zunehmend in einem immer schlechteren Zustand befanden, fuhren trafen wir dann in dieser kleinen Gemeinde ein, und ich konnte mich vor Ort von den Projekten, die dort initiiert worden waren, überzeugen. Und tatsächlich stand dann auch beim Haus des Pastors ein Solarofen mit einem Durchmesser von 1,50 m. Der Pastor war gerade dabei, sich in einem großen Topf Wasser zu kochen.

 

Als einer der Begleiter nach dem Topf griff und sich die Finger verbrannte, war allen Anwesenden die Wirkweise und der Nutzen eines solchen Gerätes klar. Das Interesse war geweckt und es konnten Verhandlungen geführt werden, drei solcher Kocher anfertigen zu lassen, damit sie im täglichen Gebrauch in Butare erprobt werden können.

 



Ein weiteres Vorhaben, das von uns realisiert wurde und das zwischenzeitlich schon zur Tradition geworden ist, war der Ankauf von Ziegen für ausgewählte bedürftige Witwen. Sofort nach Bekanntwerden unserer Reisepläne kamen Anfragen von Kreisen und Privatpersonen, ob wir nicht auch dieses Mal wieder Ziegen kaufen wollten. Klar wollten wir!

Die Spendenbereitschaft vieler Menschen in unserem Umfeld war groß und wir konnten dieses Mal sogar 70 Ziegen auf einem großen Viehmarkt nahe Butare erwerben. Aus Zeit- und Kostengründen mieteten wir diesmal keinen Lastwagen sondern baten die ausgesuchten Witwen, zum Markt zu kommen und dort die Ziegen in Empfang zu nehmen. Der Besuch eines derartigen Marktes, der von Odilo wieder vorbildlich vorbereitet und auch begleitet wird, ist immer wieder ein Erlebnis, das wir diesmal mit den jungen Leuten teilen konnten.




Sie staunten nicht schlecht über das Gedränge, das Gefeilsche um jedes einzelne Tier und das Interesse der Afrikaner an uns „Muzungus“. Einer der jungen Leute kam spaßhaft auf die Idee, sich ein T-Shirt mit dem Aufdruck „My name is not Muzungu“ (Ich heiße nicht Muzungu) bedrucken zu lassen.

 

In der Zeit unseres Aufenthaltes haben wir natürlich auch die Sekundarschulen in Butare, Gikonklo und Rusatira besucht, an denen Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, deren Schulgeld von Schulpaten bezahlt wird. Wir hatten die Gelegenheit, mit den Schulleitern, mit Lehrern und auch mit Schülern, insbesondere mit den PAFO-Schülern zu reden und uns davon zu überzeugen, dass der Beitrag der PAFO-Paten tatsächlich den Schülerinnen und Schülern zugute kommt.

 



Rusatira

Gikonko

Butare

Häufig wurden wir von ehemaligen PAFO-Schülern angesprochen, die mittlerweile ihre schulische Ausbildung beendet haben und zum Teil studieren oder gar ihr Studium erfolgreich beendet haben. Dankbar schilderten sie uns, dass ihnen nur durch unser Patenschaftsprogramm die Chance eröffnet worden war, eine fundierte Ausbildung zu erhalten;  einige von ihnen arbeiten zwischenzeitlich als Junglehrer oder sind in Verwaltungen und Ministeren beschäftigt.
 
Neben den genannten Schulen fuhren wir auch nach Gafumba, wo sich eine neu eingerichtete Sekundarschule der Diözese im ländlichen Bereich befindet. Dort werden Schüler und Schülerinnen im Primarschulbereich und Sekundarschulbereich unterrichtet: „neun Jahre gemeinsames Lernen“ heißt hier die Devise.

Hier konnten wir 100 Jugendlichen dieser Schule mit eigens für unsere Reise hergestellten druckfrischen T-Shirts eines Spenders eine große Freude bereiten.   


 

 

 

Was haben wir sonst noch gemacht, wenn wir von frühmorgens bis abends unterwegs waren?

 

  • Wir haben mit jungen Menschen aus Ruanda – und auch England – Erfahrungen ausgetauscht und auch zusammen gearbeitet, aber auch in der Freizeit viele Gespräche geführt. 
  • So haben wir beispielsweise an mehreren Tagen Lehmziegel zum Bau einer Kirche gefertigt


 

  

  • und  wir haben geholfen, die Gemeinschaftsküche im Gästehaus aufzuräumen und haben zusammen mit dem Küchenpersonal ein afrikanisches Mittagessen vorbereitet.




Bei dieser Gelegenheit haben wir festgestellt, wie schwierig es ist, mit stumpfen Fleischmessern ohne Griff Gemüse zu putzen und Kartoffel zu schälen. Doch glücklicherweise konnten wir auf dem großen Markt in Butare küchentaugliche Ausrüstungsgegenstände kaufen.

 



Doch neben all’ unserer Arbeit, den vielen Gesprächen. der Teilnahme am Alltag der ruandischen Partner sowie den vielfältigen Erfahrungen kamen auch die ruandische Geschichte und Kultur nicht zu kurz. Besuche im Museum in Butare, im Kaiserpalast in Nyanza und auch im Universitätskrankenhaus in Butare rundeten unser Programm ab.

 



Königspalast in Nyanza


Und dann haben wir dann auch noch einen zweitägigen Ausflug durch den Nyungwewald und an den Kivusee unternommen: unvergessliche Eindrücke bleiben in unserer Erinnerung haften.

Wir konnten einen der letzten noch erhaltenen Urwälder Afrikas und seinen jahrhundertealten Baumbestand mit einer unbeschreiblichen Artenvielfalt erleben und die malerische Landschaft an der Grenze zum Kongo bewundern. (siehe auch "Unterseite Nyungwewald")

Eine Bootsfahrt mit einem Fischerboot auf dem malerischen See rundete das Programm ab.

 

 





Nyungwewald



Kivusee


Auf der Rückreise haben wir uns auch noch eingehend mit der jüngeren Geschichte dieses Landes beschäftigt.

In Murambi konfrontierten uns die erschütternden Eindrücke in der dortigen Genozid-Gedenkstätte mit aller Härte mit den Schrecken der Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Genozid im Jahr 1994.






Am Tag unseres Rückfluges traf um 9:30 Uhr - erstaunlich pünktlich - unser Bustaxi ein. Mit dem Reisesegen von Bischof Gasatura versehen begann der Abschied in mehreren Teilen. Voller Eindrücke verabschiedeten wir uns – zum Teil tränenreich – an der Kirche von unseren Gastgebern und den vielen Menschen aus der Diözese, die sich zum Danksagen und zu einem gemeinsamen Gebet an der Kirche in Butare eingefunden hatten.


Bischof Gasatura mit Ehefrau Florence und Sohn Daniel

David Nahayo - Karin - Réné Nahayo - Rüdiger - Pérouce Nahayo

Einige Ruander, die an dem Jugendaustausch teilgenommen hatten, begleiteten uns gar bis zum Flughafen nach Kigali, wo wir ein letztes Mal „Danke“ und „good bye“ sagten.

 

Da wir erst am späten Samstagnachmittag von Kigali nach Addis Abeba starteten, kamen wir erst spät am Abend dort an. Wir wussten, was uns erwartete: eine Nacht im Transferbereich des Flughafens. Unser Weiterflug nach Frankfurt begann erst am darauf folgenden Morgen um 10 Uhr.
Zu unserer Überraschung erwartete uns Ulrike Zuda-Tietjen bei unserer Ankunft auf deutschem Boden. Sie war begierig, von unseren Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen zu hören. Auf der Rückfahrt mit dem Regionalexpress fanden wir ausreichend Zeit, ihr einen ersten Bericht zu erstatten.

Am Sonntagabend konnten wir uns erschöpft von den Teilnehmern am Jugendaustausch verabschieden.

 

Bleibt mir nur noch, allen Spendern  - insbesondere dem Saarländischen Umweltministerium - unseren Gastgebern in Butare, dem Kreissynodalvorstand unseres Kirchenkreises, den beteiligten jungen Leuten und zuletzt auch meiner Frau zu danken.

Zugleich hoffe ich, dass diese Jugendbegegnung der Partnerschaft zwischen unserem Kirchenkreis und der Diözese neue Impulse verleihen wird und viele Wiederholungen finden wird.

 
Hat Ihnen das Lesen des Berichtes und das Betrachten der Fotos Lust auf mehr Information und Bilder gemacht?

Gerne sind wir bereit, in Gemeindekreisen und interessierten Gruppen ausführlicher zu berichten. (Tel. Nr. 06897 76 14 55 – e-mail krburkart@t-online.de)

 R. Rüdiger Burkart



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