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PAFO-Programm




Programme d’Assistance aux Familles
et aux Orphelins (PAFO)
Hilfsprogramm des Kirchenkreises Saar-Ost
für Waisen  und Familien in Ruanda
 

 

 
Das Licht ist in die Welt gekommen.

Jeder muss sich entscheiden, ob er im Licht der Nächstenliebe oder im Dunkel der Eigensucht wandeln will. Danach werden wir beurteilt. Die wichtigste und dringlichste Frage: Was hast Du für andere getan?

Martin Luther King
 

Der Kirchenkreis Saar-Ost unterhält seit mehr als 20 Jahren mit der Diözese Butare/Ruanda der anglikanischen Kirche eine Partnerschaft. Diese Partnerschaft wird mit Leben erfüllt durch die finanzielle Unterstützung von Projekten in Ruanda, Austausch in Briefen und Gesprächen sowie gegenseitiger Fürbitte in Gottesdiensten und Teilnahme an dem Leben der Partner.

 

Ruanda zählte schon vor dem Bürgerkrieg im   Jahr 1994 - Bilder und Berichte der Gräueltaten sind durch die Medien zu uns gelangt - zu den ärmsten Ländern dieser Erde. Die großen wirtschaftlichen Probleme dieses Landes sind bedingt durch den Mangel an Bodenschätzen, fehlende Industrie und Überbevölkerung. Auf einer Fläche von ca. 26.000 qkm lebt eine Bevölkerung von ca. 10 Millionen - Im Vergleich dazu: Rheinland-Pfalz hat eine Fläche von ca. 26.000 qkm mit derzeit ca. 8,6 Millionen Einwohnern. Trotz eines deutlichen Wirtschaftswachtums in den letzten Jahren liegt das BIP pro Kopf und Jahr durchschnittlich bei nur 492 USD (2008). Dies entspricht einem 158. Platz des HDI (human development index) der Weltrangliste (bei 177 bewerteten Ländern).
Insgesamt ging der Anteil der Armen im Lande von 60,4 % auf 56,9 % zurück. Bedingt durch den Bevölkerungswachstum von 3,5 % jährlich stieg allerdings die Zahl der Armen in absoluten Zahlen von 4,8 auf 5,4 Mio Personen.

Die Bevölkerung lebt im wesentlichen von Ackerbau und von Aufzucht von Kleinvieh. Der Besitz von Rindern gilt in Ruanda als ein Zeichen von Wohlstand und Prestige, allerdings sind Rinder von geringem Nutzwert, denn sie produzieren meist weniger als 150 l Milch im Jahr. Der Kaffeeanbau für den Export bringt durch den Verfall der Kaffeepreise in den letzten Jahren zunehmend weniger Devisen.

 

Durch die intensive Bodennutzung, mangelnde Oberflächenbedeckung und fehlende Schutzmaßnahmen wie z. B. Terrassenbau werden immer mehr fruchtbare Bodenschichten von den Hängen abgetragen. Die zunehmende Erschöpfung der Böden durch fehlende Bodenruhezeiten, fehlenden Düngemitteleinsatz und Überweidung der noch verbliebenen Weidenflächen verstärken die Bodenzerstörung. Die Ruander leiden an Eiweißmangelernährung - Hungersnöte sind in der Vergangenheit öfters vorgekommen.

 

Durch den Bürgerkrieg, der mit einem unfassbaren Massenmorden einherging und die dadurch hervorgerufene Fluchtbewegungen wurde diese prekäre wirtschaftliche Lage noch verschärft.

 

Eines der schwierigsten Probleme ist immer noch die Versorgung und insbesondere Ausbildung der unzähligen Waisenkinder, zum Teil mittlerweile auch sog. AIDS-Waisen.

 

Die Versorgung dieser Waisen geschieht im Wesentlichen in Gastfamilien, u. a. sind auch ältere Geschwister und mittellose Witwen Familienoberhäupter. Allerdings gibt es auch viele „Kinderfamilien“, in denen die Ältesten die Verantwortung für die Jüngeren übernehmen.

Die schulische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgt in Grund- und Sekundarschulen.(jeweils 6 Jahre) Der Unterricht in den Grundschulen erfolgt hierbei kostenlos, hingegen ist für die Teilnahme an Sekundarschulen ein Schulgeld zu entrichten. Dank der Bemühungen der ruandische Regierung in den vergangenen Jahren hat der Besuch unter den Jugendlichen erfreulicherweise zu einer Zunahme geführt: die Einschulungsrate beträgt nach letzten Veröffentlichungen rund 95 %; allerdings beenden etwa 15 % der Schüler die Primarschulausbildung nicht.
Weniger als 10 % der Schüler erhalten allerdings Gelegenheit zum Besuch einer schulgeldpflichtigen Sekundarschule. Dabei ist ein deutliches Stadt-Land-Gefälle zu beobachten: in Kigali besuchen etwa 29 % der Kinder die Sekundarschule, in anderen Städten 14 % und auf dem Land gar nur 8 % der Jugendlichen.

Eine große Anzahl von lernwilligen und begabten Jugendlichen wird somit von einer Schulbildung an Sekundarschulen, die für eine spätere qualifizierte Ausbildung Voraussetzung ist, ausgeschlossen.
 

 

Eine Delegation unseres Kirchenkreises, die im Januar 1997 in Ruanda weilte, konnte sich damals von diesen unhaltbaren Zuständen vor Ort überzeugen. Zusammen mit verantwortungsbewussten ruandischen Mitchristen wurde beraten, welche Wege aus dieser schlimmen Lage führen können. Mittlerweile haben sich auch die Schulleiter der drei Sekundarschulen, des Lycée tecnique in Rusatira und der Ecole Secondaire in Gikonko und Butare zusammengeschlossen, um eine gerechtere Behandlung der Bedürftigen zu gewährleisten.

 

Ein Programm wurde erarbeitet, das die überaus notwendige Ausbildung   unterstützend sichern soll:

 

Dieses Hilfsprogramm beinhaltet verschiedene Möglichkeiten, zu helfen:

 


  • Die Überweisung einmaliger Spenden zur direkten Unterstützung der Schulen;
  • regelmäßig wiederkehrende Spenden zur direkten Unterstützung der Schulen;
  • Zahlung des Schulgeldes für eine Schülerin/einen Schüler der Sekundarschule.

 

Bei dieser geplanten Unterstützung soll der Hauptakzent auf die Hilfe für die drei Sekundarschulen in Butare, Rusatira und Gikonko gerichtet sein. Den Schulen sollte so eine verlässliche Einnahmequelle erschlossen werden und ein geregelter Schulbetrieb im Interesse aller ruandischer Jugendlichen gesichert werden.

 

Es wurde verbindlich beschlossen, dass eine Auswahl unter den ärmsten Schülern nach fest vereinbarten objektiven Kriterien erfolgt. Eine Partnerschaftskommission bestehend aus Vertretern der Schulen, der Schüler und der Eltern und ein Beauftragter des Bischofs achten vor Ort darauf, dass die Listen der geförderten Schulen rechtzeitig weitergeleitet werden und dass die Berichte über die Verwendung der Fonds dem Koordinationsbüro in unserem Kirchenkreis zugesandt werden. Ein jährlicher Bericht belegt die Aktivitäten in den drei Schulen ausführlich.

 

Bei den Partnerschaftsreisen einer Delegation unseres Kirchenkreises wird zudem Kontrolle vor Ort ausgeübt, um sicher zu stellen, dass die Gelder der SchulpatInnen auch den geförderten Schülern oder Schulen zu Gute kommen, dies geschah zuletzt im Jahr 2010.

 

Spenden für die Schularbeit - sowohl einmalige wie auch regelmäßig wiederkehrende - werden ausschließlich den genannten Schulen zur Bestreitung der notwendigen Personal- und Sachkosten zur Verfügung gestellt. Diese Maßnahme hat das Schulsystem nicht unwesentlich stabilisiert.

 

Durch die Übernahme einer Patenschaft für eine-n bestimmten, nach festen objektiven Kriterien ausgewählten Jugendliche-n kann diesem eine qualifizierte Schulausbildung ermöglicht werden. Auch hier liegt jedoch der Hauptaugenmerk auf der Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten der Schulen. Daneben werden indirekt durch diese Verbesserung der Schulsituation auch die Mitschüler der unterstützten Jugendlichen gefördert.

 

Der relativ geringe monatliche Beitrag in Höhe von monatlich 20,00 Euro reicht nach den Berechnungen der ruandischen Partner aus, das Schulgeld zu zahlen sowie die Schulkleidung, die Ernährung und die Lernmittel zu bestreiten. Bedenkenswert ist auch der Aspekt, dass durch eine Spende oder die Übernahme einer Patenschaft indirekt eine Vielzahl von Menschen begünstigt werden.

Die Patenschaften sind bewusst zeitlich unbefristet, und sie können jederzeit ohne Angaben von Gründen widerrufen werden, um damit interessierten spendewilligen Personen die Entscheidung zur Hilfe zu erleichtern. Die Förderung sollte jedoch im Interesse der SchülerInnen über deren volle Schulzeit (6 Jahre) laufen.

 

Die Paten erhalten Name und Anschrift der PatenschülerInnen. Es wird Ihnen somit ermöglicht, direkten Kontakt aufzunehmen, in Korrespondenz zu treten und sich von der Effektivität ihrer Unterstützung zu überzeugen.

Die Schüler wiederum werden angehalten, regelmäßig Briefe an die Paten zu schicken – auch dies ist eine weitere Möglichkeit der Kontrolle der Überweisungen.

 Wir bitten Sie jedoch schon jetzt von dieser Stelle, über den geleisteten Förderungsbetrag hinaus keine weiteren direkten Einzelhilfen zu leisten, damit nicht einzelne Schüler bevorzugt behandelt werden und somit eine Privilegierung erzeugt wird.

Zur Zeit werden in den 3 Sekundarschulen, die unter der Trägerschaft bei der Diözese Butare stehen, etwa 200 SchülerInnen gefördert. Erfreulich ist, dass bereits die ersten jungen Leute, denen durch das PAFO-Programm der Schulbesuch ermöglicht wurde, studieren oder in qualifizierter Ausbildung sind.


Träger des Hilfsprojektes ist dankenswerter Weise der
Kirchenkreis Saar-Ost, Goethestraße 29, Neunkirchen.

 


Überweisungen sollten nur auf das Konto des Kirchenkreises Saar-Ost bei der Bank 1 Saar IBAN DE42591900000060301000 (Stichwort "Patenschaft Ruanda“) erfolgen.
 
Nur so kann gewährleistet werden, dass die eingehenden Beträge in voller Höhe ohne Abzug von Verwaltungskosten den bedürftigen Jugendlichen in Ruanda zu Gute kommen.
 

 

Zu Beginn eines jeden Jahres wird Ihnen eine Spendenbescheinigung über Ihre Zahlungen zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt.

 


Sollten Sie sich entschließen, mit uns kleine Schritte gegen die Armut in Ruanda mitzugehen, wenden Sie sich bitte an das Büro des Kirchenkreises Saar-Ost oder auch an:

 


Herrn Rolf Rüdiger Burkart   Tel. Nr. 06897 761455

                                             e-mail: krburkart@t-online.de

Herrn Pfr. Udo Nilius              Tel. Nr. 06806 78642

 

  

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                      Ü b e r n a h m e e r k l ä r u n g


Name, Vorname
 

 

Anschrift


 

 

An den

Kirchenkreis Saar-Ost

Goethestraße 29

Neunkirchen

 

 

 



Ich übernehme ab dem __________________

 

eine Patenschaft über


eine Sekundarschule*

einen Schüler/eine Schülerin einer Sekundarschule in der Diözese Butare*.

 

Gleichzeitig ermächtige ich mit nachstehender Unterschrift den Kirchenkreis Saar-Ost, meinen Beitrag in Höhe von

 

15 Euro monatlich*               45 Euro vierteljährlich*

 

90 Euro halbjährlich*          180 Euro jährlich*

 

 

 


auf meinem Konto
bei der

 

                                                                                                                

 BIC


IBAN

 


zu belasten.

 

 * nicht Zutreffendes bitte streichen

 

 

 

Telefon-Nummer                                                   e.mail


 

 

______________________________________

Datum                           Unterschrift







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