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Ruanda 2016 - Reiseimpressionen

 

Nach langen Planungen und Vorbereitungen war es am 14. Juli so weit: meine Frau und ich flogen mit drei weiteren - an Ruanda interessierten Menschen - nach Kigali, um von dort nach Butare im Süden Ruandas zu fahren und unsere Partnerdiözese der Anglikanischen Kirche zu besuchen. Der Empfeng durch die ruandischen Partner war überwältigend herzlich, so dass wir uns sofort wie zuhause fühlten.

 

 

 

Im Rahmen unseres zuvor erarbeiteten Reiseprogrammes besuchten wir die drei Sekundarschulen der Diözese, an denen zurzeit 215 bedürftige Schülerinnen und Schüler durch SponsorInnen, die ihnen das Schulgeld gezahlen, unterstützt werden. Bei dieser Gelegenheit wurden ausnahmslos alle SchülerInnen mit Schreibheften und Kugelschreibern beschenkt - wir führten daneben auch begehrte Lederfußbälle in unserem Gepäck. Wir hatten die Gelegenheit, uns mit den PAFO-SchülerInnen und LehrerInnen auszutauschen und konnten uns so von dem reibungslosen Funktionieren des PAFO-Programmes überzeugen.

 

 

 

 

 

Auch der Besuch eines Viehmarktes gehörte zu unserem Programm, wo wir - Dank der Großzügigkeit vieler Spenderinnen und Spender - 60 Ziegen für bedürftige Witwen kaufen konnten. Es war wiederum eine besondere Erfahrung, uns durch unser andersartiges Aussehen als Europäer unter 100en Afrikaner hervorzuheben.

 

 

 

Die Teilnahme an den farbenfrohen und für uns fremdartigen Gottesdiensten war ebenfalls ein besonderes Erlebnis. Traditionelle Gesänge und Tänze als wesentliche Bestandteile eines Gottesdienstes erlebt man in unserem Kulturkreis nicht alle Tage.

 

 

 

Doch auch das Kennenlernen der ruandischen Kultur und Geschichte kam bei vielen Einladungen und Begegnungen mit den Einheimischen nicht zu kurz.

Die überraschende Vielfalt der Landschaften in diesem sehr kleinen Land konnten wir bei einer Safari in dem Akagera-Nationalpark, wo wir die dort lebenden Tiere (auch Elefanten und Löwen gehörten dazu) in freier Wildbahn bewundern konnten, und dem Virunga-Nationalpark mit seinen Vulkanen bei einem Trecking zu den Berggorillas, erfahren.

Sehenswert waren auch der Nyungwewald mit uraltem Baumbestand und einer unbeschreiblichen Artenvielfalt und der malerische Kivusee.

 

 

 

 

Besuche im ethischen Museum in Butare, wo uns bei den Vorführungen einer Gruppe von jungen Leuten die traditionellen Tänze sowie Trommelmusik gekonnt nahegebracht wurden, sowie die Besichtigung der Königsstadt Nyanza mit dem rekonstuierten Königspalast rundeten unserem Eindruck von dem "Land der 1000 Hügel" ab.

 

 

In einer der unzähligen ruandischen Genozid-Gedenkstätten in Murambi erhielten wir einen Eindruck vom Gräuel der Ereignisse im Jahr 1994, und wir konnten uns ein Bild über diese Seite der jüngeren ruandischen Geschichte verschaffen.

Ein besonderes Erlebnis war die Teilnahme an der Graduierungsfeier von 45 jungen Frauen und Männern der Handwerkerschule in Mubumbano. Die Schule war mit Geldern des Kirchenkreises Saar-Ost und der Vereinten Evangelischen Mission sowie mit Fördermitteln der Saarländischen Landesregierung in den Jahren 2013/2014 erbaut und bei unserem letzten Aufenthalt im Sommer 2014 eingeweiht worden. Zur Zeit werden dort SchreinerInnen, BauhandwerkerInnen und NäherInnen ausgebildet.

 

 

Den NäherInnen konnten wir als Starthilfe 10 nagelneue Nähmaschinen überbringen - weitere 20 Maschinen sind bestellt und werden folgen - die von dem vor Jahresfrist ins Leben gerufenen Verein zur Förderung von Partnerschaftsprojekten "Fasha ngo i Butare - Zukunft für Butare/Ruanda e. V." finanziert wurden.

 

 

Unser Besuch bei den Partnern ging viel zu schnell vorbei und am 29. Juli hieß es Abschied nehmen. Versehen mit dem Reisesegen durch Bischof Gasatura traten wir unsere Heimreise an.

Im Herbst werde ich zu einem Informationsabend einladen, so dass Sie sich auch visuell einen Eindruck von unseren Erlebnissen verschaffen können. Doch schon jetzt können Sie auf meinem facebook-account www.facebook.com/rolfrudiger.burkart weitere Bilder und Filme sehen.

 

Ich möchte mich auch hier bei allen Sponsorinnen und Sponsoren für ihre Großzügigkeit bedanken, die es auch diesmal wieder möglich gemacht haben, vielen Menschen eine Freude zu machen; die Gelder, die uns anvertraut waren, wurden dazu benutzt, Lebensumstände in diesem armen Land zu verbessern.

 

 

 

 

 

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Partnerschaftsseite,

Freunde und Freundinnen unserer Partnerschaftsarbeit haben vor Kurzem einen Förderverein gegründet. Der Name des Vereines lautet

"Fasha ngo i Butare - Zukunft für Butare/Ruanda e. V.".

Der Verein ist zwischenzeitlich beim Vereinsregister des Amtsgerichts Saarbrücken eingetragen, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt steht noch immer aus..

Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge sollen die Projekte in der Diözese Butare unterstützt werden.

Nähere Auskünfte erhalten Sie unter der Telefonnummer 06897/761455 oder per Mail krburkart@t-online.de

  
Willkommen auf meiner Homepage.

Ich hoffe, ich kann Ihr Interesse an unserer lebendigen Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Saar-Ost und der Diözese Butare der Anglikanischen Kirche in Ruanda/Zentralafrika wecken.

Ich habe festgestellt, dass einige Unterseiten nach unten weg gerutscht sind - insbesondere "Presse" und "PAFO-Programm".
Bitte scrollen.

Über Ihren Besuch auf meiner Facebook-Seite

würde ich mich freuen.

www.facebook.com/Kirchenkreissaarostbutare.chapso.de

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 Reiseimpressionen Ruanda 2014

Schon seit Längerem war der Wunsch an mich herangetragen worden, eine Reise nach Ruanda zu organisieren, und so entschloss ich mich, für einige Ruandainteressierte eine solche Reise zu planen und durchzuführen. Schnell hatten sich 10 Personen bei mir angemeldet, die mitreisen wollten, und ich musste weitere Interessierte zurückweisen.

Nach eingehenden Vorbereitungen der ReiseteilnehmerInnen starteten wir dann am 11. Juli um 6:00 Uhr, um von Frankfurt über Istanbul nach Kigali zu fliegen. Nach einem ruhigen und unspektakulären Reiseverlauf landeten wir dann dort am darauf folgenden Tag nach Mitternacht. Wir wurden überraschenderweise von Bischof Nathan Gasatura erwartet, der es sich nicht hatte nehmen lassen, uns persönlich zu begrüßen. Die ruandischen Freunde, allen voran Pastor David Nahayo, brachten uns sodann mit einem Bus nach Butare, wo wir erschöpft in unsere Betten sanken.



Karin und ich hatten unsere Reise als Studienreise geplant, wollten unsere Bekanntschaften in Butare vertiefen und unseren ReisebegleiterInnen Land und vor allem auch die Menschen nahe bringen. Doch der Bischof und sein Team hatten weitere Pläne mit und für uns.

So wurde dann die lange geplante Handwerkerschule offiziell eröffnet, ebenso der Kindergarten in Butare. Die Schule ist mit Mitteln unseres Kirchenkreises Saar-Ost, der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal und der Saarländischen Landesregierung finanziert worden; der Kindergarten wurde durch private Spenden ermöglicht - allein die SchulerInnen des Gymnasiums am Steinwald in Neunkirchen trugen durch einen Benefizlauf einen Betrag in Höhe von 7.000 € bei. Für Karin und mich gingen langjährig gehegte Wünsche in Erfüllung.

Erfreulich war, dass auch der Direktor der Afrikaabteilung der VEM, Rev. John Wesley Kabango, an den Eröffnungsfeierlichkeiten teilnahm. Für uns überraschend waren auch Pfarrer Hans Jürgen Gärtner, GMÖ-Pfarrer unserer Region, und seine Kollegin Angelika an diesem Tag in Butare und konnten an diesem denkwürdigen Ereignis teilhaben.



Klar war auch, dass wir die drei Sekundarschulen in Butare, Rusatira und Gikonko besuchten und dort auf die PAFO-SchülerInnen treffen konnten. Wie bei jedem Besuch hatten wir Hefte und Stifte für alle SchülerInnen im Gepäck, ebenso Fuß- und Handbälle.


Zu unserem Programm gehört zwischenzeitlich auch der Besuch einer Krankenstation auf dem Weg nach Gikonko, wo Frau Dr. Düll, eine deutsche Ärztin, seit vielen Jahren in aufopfernder Weise die Kranken und Verletzten dieser ländlichen Region ärztlich versorgt. Sie konnte uns aus erster Hand über das ruandische Gesundheitssystem informieren.

Daneben hatten wir auch einen Besuch auf einem Viehmarkt geplant, um Ziegen für bedürftige Witwen und Witwer zu erwerben. Wie bei den vorherigen Besuchen beeindruckten wiederum das Menschengedränge auf dem umzäunten Gelände und die vorherrschende Geschäftigkeit. Dies muss man erlebt haben, will man die Eigenheiten dieses Landes und seiner Bewohner kennen lernen.




Ausflüge gehörten ebenfalls zu unserem Programm dazu. So fuhren wir - vorbei an Kigeme, einem Dorf, in dessen Nachbarschaft auf einem Hügel ein Lager für ca. 25.000 Flüchtlinge aus dem Ostkongo errichtet wurde - in Richtung Nyungwewald. Dieser ist ein nach erhaltener Urwald mit einer beeindruckenden Artenvielfalt in Fauna und Flora. Inmitten des Urwaldes hatten wir ein zünftiges Picknick, bevor die ReiseteilnehmerInnen an einer geführten 2-stündigen Exkursion teilnehmen konnten.






Weiter ging es an den Kivusee, wo wir direkt in Ufernähe im Gästehaus der Diözese Cyangugu nächtigten. Dort hatten wir von einer Terrasse einen beeindruckenden Blick über den See und konnten am Abend die Fischer in ihren auslaufenden Booten beobachten. Sie blieben die ganze Nacht über auf Fischfang und kehrten erst am Morgen, als wir bereits unser Frünstück einnahmen, wieder zurück.




Auf dem Rückweg nach Butare besuchten wir dann das "Genozid-Memorial" in Murambi. Hier konnten wir uns über die schrecklichen Ereignisse während des 20 Jahre zurückliegenden Genozids informieren lassen.


Ein weiterer- diesmal dreitägiger Ausflug führte uns über Kigali, wo wir eine Stadtrundfahrt unternahmen, in den Akagera-Nationalpark im Osten Ruandas.

Hier machten wir eine eintägige Safari durch diese imposante Savannenlandschaft am zweitgrößten ruandischen See im Grenzgebiet zu Tansania, dem Lake Ihema. Wir konnten viele exotische Tiere, die wir bisher nur aus dem Zoo oder dem Fernsehen kannten, in freier Wildbahn beobachten. Wir waren alle überwältigt von den gewaltigen Nilpferden, den gefährlich dreinschauenden Krokodilen, den majestätisch schreitenden Giraffen, den Antilopen, Zebras, Warzenschweinen, imposanten Wasservögel und einer Vielfalt von Vögeln.







Quartier hatten wir in dem Gästehaus der Diözese Gahini - auch hier wieder mit schönem Blick auf den malerischen Lake Muhazi.

Am Morgen unserer Rückreise begrüßte uns Bischof Alexis Bilindabagabo, der uns eine Einführung über die Einrichtungen der Diözese gab.




Weitere Besichtigungen, die uns Land, Geschichte und Kultur näher brachten, verschafften uns ebenfalls viele unvergessliche Eindrücke: das Völkerkundemuseum in Butare - mit einer Aufführung sehenswerter traditoneller Tänze - die Königsstadt Nyanza mit ihren Königspalästen, Märkte und vieles andere mehr.








Interessant war auch ein Besuch der cooperative Maraba in Kigeme, die erlesenen Kaffee bis zur Röstung herstellt und in alle Welt exportiert. Die Röstung wird dann von den Aufkäufern übernommen. Leider konnten wir die Produktionsstätte nicht besichtigen und mussten uns mit einem Vortrag zufrieden geben, da zeitgleich eine Kommission der Fair-Trade-Initiative vor Ort war.


Auch die Gottesdienste konnten unsere Gruppe begeistern. Nachdem wir tagelang unter Leitung unseres früheren Chorleiters Erich Nikolaus einige mehrstimmige Lieder einstudiert hatten, waren wir in der Lage, diese Gottesdienste durch unseren Gesang zu bereichern - alle ReiseteilnehmerInnen reihten sich ausnahmslos in unseren Chor ein.


Höhepunkte unserer Reise waren auch die Begegnungen mit den Freunden aus Butare. Eine Vielzahl von Einladungen konnten wahrgenommen werden - auch die Ankündigung, dass wir doch eine "Reisegruppe von 11 Personen sind" konnte die Einladenden nicht schrecken. Hier konnten wir hautnah die Gastfreundschaft der Ruander erleben und erhielten Einblicke in das Leben in ruandischen Familien.

Ein Besuch bei der Schwester von Rev. John Wesley Kabango auf dem Lande zeigte die Weiterentwicklung der ruandischen Landwirtschaft auf. Bei Alphonsine, der Schwester, handelt es sich um eine Frau voller Power, die ihre traditionelle Landwirtschaft weiterentwickelt hat; ihr Hof ist zu einem regelrechten Musterbetrieb geworden. Neben dem Ackerbau, der den Lebensunterhalt der Familie sichert, züchtet sie Kaninchen, Schweine und auch Rinder. Zur Verwertung des anfallenden Dunges hat sie eine Biogasanlage erbaut und bereitet mit dem entstehenden Gas ihre Mahlzeiten zu. Ihr erworbenes Wissen teilt sie mit den Nachbarn und sorgt so dafür, dass auch diese die Fertigkeit erwerben, ihre Anbaumethoden zu optimieren. Ihr Engagement führte schließlich dazu, dass der ruandische Staatspräsident, Paul Kagame, sie bei einer Besichtigung ihres Betriebes für ihre Verdienste auszeichnete.





Schon bei unserer Ankunft in Ruanda hatten meine Frau und ich festgestellt, dass sich in dem Jahr seit unserem letzten Besuch im Jahr 2013 vieles verändert hat. Bei unseren Fahrten und in Gesprächen verfestigte sich dieser Eindruck. Wir bemerkten, dass zwischenzeitlich Wasserleitungen bis in kleinere Ortschaften gelangt sind, und die Menschen sich an zentralen Wasserstellen mit Wasser versorgen können; ebenso schreitet die Elektrifizierung in den ländlichen Gebieten fort. Auch die Versorgungslage auf dem Land hat sich offenbar gebessert. Der Rinderbestand hat sich deutlich vergrößert und Geschäfte, die Milchprodukte vertreiben, sind vielerorts zu sehen. Kinder und Jugendliche - gerade in ländlichen Gebieten - machen einen gesünderen und besser ernährten Eindruck.

Auch die Weiterentwicklung des Straßennetzes schreitet fort. In den Städten wurden Nebenstraßen mit Kopfsteinpflaster versehen oder gar asphaltiert. Der Ausbau der Straßen ist angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte auch dringend geboten.


Mein Resümee: Wir verlebten wieder einmal eine wunderschöne Zeit in Ruanda - mit einer Gruppe von 9 weiteren TeilnehmerInnen, die sich zuvor teilweise nicht kannten, die aber wunderbar harmonierten.


Dank vieler großzügiger Spenden konnten wir viele Menschen, mit denen wir zusammentrafen, beschenken und dazu beitragen, dass sich ihre Lebensverhältnisse etwas besserten.

Wir kauften 60 Ziegen für Bedürftige und beschenkten ca. 1.200 SchülerInnen der drei Sekundarschulen der Diözese mit Schulheften, Tintenstiften und Fuß- und Handbällen. Zur Aufforstung des Geländes der Handwerkerschule und des Kindergartens trugen wir mit einer Spende von 300 € bei; daneben versorgten wir die Krankenstation von Frau Dr. Düll mit erforderlichen Medikamenten.

Es ist mir ein Anliegen, mich bei allen Spenderinnen und Spendern, die diese Projekte mit ihrer Großzügigkeit ermöglicht haben, zu danken.


Eine neue Herausforderung nahmen wir allerdings mit nach Hause: die Handwerkerschule wird im ersten Jahr nicht in der Lage sein, sich finanziell selbst zu tragen. Eine Unterstützung in Höhe von ca. 20.000 € wird erforderlich sein, um die Lehrer zu bezahlen und Material für die Ausbildung der SchülerInnen anzuschaffen. Auch wenn sich schon jetzt eine Menge junger Leute für eine Ausbildung angemeldet haben: es handelt sich bei Ihnen mehrheitlich um solche, die nicht in der Lage sind, ein Schulgeld zu zahlen. Einnahmen aus dem Verkauf des von den Auszubildenden gefertigten Gegenständen sind ebenfalls im ersten Ausbildungsjahr nicht zu erwarten.


Wir bedanken uns bei Bischof Nathan Gasatura und seiner Stuff - hier stellvertretend bei Pastor Lambert Kalisa - ganz herzlich für die gastfreundliche Aufnahme und Gastfreundschaft und bei Pastor David Nahayo für seine hervorragende Betreuung als unser Begleiter.


Mitglieder der Reisegruppe nach dem sonntäglichen Gottesdienst

weitere Bilder finden Sie auf meiner Facebookseite

www.facebook.com/Kirchenkreissaarostbutarechapsode


 

Ein weiterer Schritt zum Kindergarten in Butare


Auf den folgenden Bildern können Sie sehen, dass die Spenden für den Kindergarten in Butare für den bestimmten Zweck verwendet wurden bzw. werden. Die Umbaumaßnahmen schreiten fort und die Einrichtung für das Haus ist auch teilweise schon vorhanden.Die Einrichtung wird schon von Kindern genutzt.





Die Ehefrau des Bischofs, Florence Mukakabano Gasatura hat uns mitgeteilt, dass bereits 6 Kinder den Kindergarten nutzen. Wir freuen uns schon darauf, die Fortschritte und das Ergebnis im Juli bei unserer Reise nach Butare begutachten zu können. (Mai 2014)

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Unerwartet besuchte uns in der letzten Woche die Ehefrau von Bischof Gasatura, Frau Florence Mukakabano Gasatura, die zu einer Tagung der Vereinten Evangelsichen Mission nach Deutschland gekommen war.


Ihre Anwesenheit nutzten wir, das Gymnasium am Steinwald (GAS) in Neunkirchen zu besuchen, da uns dort ein Scheck mit einem namhaften Betrag für die Einrichtung des Kindergartens in Butare überreicht werden sollte. Die SchülerInnen des Gymnasiums hatten bei einem Wohltätigkeitslauf Spendengelder eingenommen, die zu einem Teil für diesen Zweck bestimmt waren.


Im Anschluss an die symbolische Scheckübergabe (die Saarbrücker Zeitung berichtete darüber) fand dann ein Pressetermin statt.


Es folgte eine Befragung von Frau Gasatura durch die SchülerInnen der 5. Klasse in der Aula der Schule. Deren Interesse an Ruanda und den dortigen Lebensverhältnissen war umwerfend und viel zu schnell war diese Schulstunde zu Ende.


Mein besonderer Dank gilt den SchülerInnen und LehrerInnen, die am Benefizlauf beteiligt waren, und schließlich auch Frau Weiskircher-Hemmer und Frau Hrasky, die maßgeblich verantwortlich sind, dass sich das GAS seit Jahren mit Spenden an den Projekten unseres Kirchenkreises beteiligen.


                Florence mit dem Schülersprecher


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wo geht's hier zum nächsten Kindergarten?

Ein Kindergarten für Butare

Können Sie sich vorstellen, dass es in einer Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern keinen Kindergarten gibt? In unserer Partnerdiözese ist dies der Fall! Bereits im Jahr 2007 wurde von Seiten der Partner der Wunsch geäußert, einen Kindergarten einzurichten. Seither sind wir bemüht, SpenderInnen für dieses Projkt zu gewinnen. Ein Teil der Kosten ist inzwischen auch durch Spenden aufgebracht.

In diesem Sommer bot die Diözese an, ein Haus und Gelände zur Verfügung zu stellen wenn wir dabei behilflich sind, den Umbau und die Einrichtung zu finanzieren. Verantwortlich zeichnet die Ehefrau des Bischofs, Frau Florence Mukakabano Gasatura, und ein eigens für die Realisierung des Projektes gebildetes Gremium.

Ein Projekt- und Finanzierungslan liegt vor. Es bestehen berechtigte Hoffnungen, dass mit der Realisierung noch in diesem Jahr begonnen werden kann, wenn sich weitere SpenderInnen finden.

Spenden werden erbeten auf das Konto der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal (VEM) bei der KD-Bank eG Nr. 90 90 90 8 (BLZ 350 601 90) - Verwendungszweck: Kindergarten Butare.

Die VEM überwacht kompetent die Verwendung der Gelder und erteilt Spendenbescheinigungen.


Auch dieses Mädchen würde gerne die Schule besuchen -

anstatt seinen Bruder zu hüten.

Das für den Kindergarten vorgesehene Haus

Büro und Schlafgelegenheiten f. Kinder

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Handwerkerschule Mubumbano - Neuigkeiten aus Butare

In der vergangenen Woche erreichte mich ein Bericht aus der Partnerdiözese hinsichtlich der Baufortschritte der Handwerkerschule. In der Zwischenzeit sind die zwei Werkstätten, die bei unserem Besuch im Juli im Bau waren und die Toilettenanlage fertig gestellt. Es sind nunmehr vorhanden: 2 Werkstattgebäude, Toilettenanlage, 3 Klassenräume, 1 Verwaltungsgebäude mit Raum für eine Bibliothek.

2 Werkstattgebäude

Werkstätten mit Toilettenanlage und Zisterne

Verwaltungsgebäude/Bibliothek

3 Klassenräume

Es fehlen somit noch ein Werkstattgebäude, Schlafräume für die SchülerInnen und eine Schulküche. Es bestehen berechtigte Hoffnungen, dass der Schulbetrieb für drei Fachrichtungen im kommenden Jahr beginnen kann.

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Vierter deutsch/ruandischer Jugendaustausch in Butare

( 6. 07. - 26. 07. 2013)

Nach intensivem Arbeiten in einigen Vorbereitungstreffen gut vorbereitet auf die Verhältnisse in unserer Partnerdiözese Butare starteten die TeilnehmerInnen an dem Jugendtreffen in den frühen Morgenstunden des 6. Juli mit der Regionalbahn nach Frankfurt. Doch schon bald stellte sich heraus, dass der Beginn unseres afrikanischen Abenteuers nicht unter einem guten Stern stand. Wegen eines Defektes an unserem Flugzeug konnten wir erst mit zweistündiger Verspätung starten.

Eine nächtliche Notlandung und ein zweitägiger Zwangsaufenthalt in Karthoum/Sudan waren dann der Grund, dass wir erst mit deutlicher Verspätung in den frühen Morgenstunden des 9. 07. Butare im Herzen Afrikas erreichten.

Die überaus herzliche Begüßung und Aufnahme durch die Gastgeber ließen die Aufregungen und Strapazen der dramatisch verlaufenen Anreise schnell in Vergessenheit geraten. Nach einer kurzen Ruhephase konnten wir mit unserem umfangreichen und anspruchsvollen Programm für das knapp dreiwöchige Jugendtreffen beginnen. Thematische Schwerpunkte des Programmes, das von der Jugenreferentin unsere Kirchenkreises, Frau Ulrike Zuda-Tietjen, und Pastor Lambert Kalisa aus Butare erarbeitet worden war, waren neben der Geschichte und Kultur Ruandas die Beschäftigung mit Genderfragen sowie mit der Frage nach dem Umgang der Ruander mit sozial benachteiligten Gruppen wie Waisen und behinderten Menschen. Sehr zu unserem Erstaunen stellten wir bald fest, dass in dieser patriarchalisch geprägten Gesellschaft die Gleichstellung der Geschlechter verwurzelt ist; so sind Frauen in dem Palament des Landes im internationalen Vergleich überdurchschnittlich vertreten und das Wahlrecht garantiert ihnen - ebenso sie auch Behinderten - eine gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Sitzen. In dem Entwurf der ruandischen Regierung für die Weiterentwicklung des Landes "vision 2020" ist vorgesehen, dass Menschen mit Behinderungen - soweit dies möglich ist - in Regelschulen inkludiert werden. Daneben wird in den Bau von "Sonderschulen" investiert, um eine individuelle Förderung sicher zu stellen. Wir konnten in der Universitätsstadt Butare einige Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen besichtigen. Diese werden vornehmlich von den Kirchen und von engagierten Privatleuten betrieben. So sind beispielsweise in einer Schule der kath. Kirche mit ca. 500 SchülerInnen etwa 200 Jugendliche mit Behinderungen integriert. In einer privaten Einrichtung für Waisen mit schwersten Behinderungen werden diese von wenigen Pflegerinnen betreut und versorgt.

Ein Waisenprojekt in der Diözese Butare, das wir besuchten, ermöglicht es derzeit 12 Genozid-Waisen ihr Leben zu meistern und Ausbildungen in Schule, Universität und in Berufen zu durchlaufen.


Mitglieder des Waisenprojektes

Ein weiteres wichtiges Thema war die Vernichtung von landwirtschaftlichen Anbauflächen durch Erosion. Dieser versucht man mit einem speziellen Wiederaufforstungsprogramm Einhalt zu gebieten. Dieses Projekt wird schon seit Jahren von der Universität Koblenz in Zusammenarbeit mit der Universität Butare betrieben. Im Rahmen dieses "agro-foresting-program" wird eine Terrassierung der meist stark abschüssigen Äcker durch Anpflanzung von Bäumen und Büschen herbeigeführt und so der Abtrag des fruchtbaren Bodens verhindert.

Natürlich besuchten wir die drei Sekundarschulen der Diözese in Butare, Gikonko und Rusatira, wo wir ca. 1.200 SchülerInnen mit Heften und Dauerschreibern beschenken konnten. Wir hatten bei unseren Besuchen auch die Gelegenheit, die 200 SchülerInnen zu treffen, die im Rahmen unseres PAFO-Programmes unterstützt werden.


EDV-Klasse in Gikonko

Besonders freute uns auch die Begegnung mit einigen ehemaligen PAFO-Schülern, die Dank dieses Programmes in der Lage waren, zu studieren und die heute in vielen Berufen ihrem Land zur Verfügung stehen.

Zu unserem "Pflichtprogramm" gehörte auch die Besichtigung der Baustelle der Handwerkerschule in Mubumbano, die zur Zeit mit finanzieller Unterstützung unseres Kirchenkreises errichtet wird und die im kommenden Jahr mit dem Unterrichtsbetrieb starten soll.


Baustelle Handwerkerschule Mubumbano

Auch der Kauf von über 60 Ziegen für bedürftige Witwen auf einen Viehmarkt stand auf dem Programm - ein unbeschreibliches Erlebnis für alle Beteiligten.

All diese Projekte werden durch Spenden vieler großzügiger Menschen ermöglicht. Bei diesen will ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.

Eine Konfrontation mit der jüngeren Geschichte Ruandas erlebten wir beim Besuch der Genozid-Gedenkstätte in Murambi. Eindrucksvoll wurde uns dort von einem jungen Führer von den Geschehnissen während des Genozids im Jahr 1994 berichtet.

Mitreißend waren die drei- bis vierstündigen Gottesdienste, die wir besuchten.Die deutschen Gottesdienstbesucher verstanden zwar kein Wort von dem in Kinyarwanda gehaltenen Gottesdienst; entschädigt wurden wir alle durch die gekonnt von den verschiedenen Chören vorgetragenen Gospels und den folkloristisch anmutenden Tänzen.

Viel zu schnell gind unser Besuch in Ruanda zu Ende und schweren Herzens mussten wir uns von liebgewonnenen Menschen verabschieden.


Zu Gast im Haus des Bischofs - von links nach rechts: Rüdiger Burkart, Karin Burkart, Florence Gasatura, Bischof Nathan Gasatura, Tobias Korb, Andreas Schneider, Kathrin Resch - unten: Alexandra Kuttig, Darius Gasatura, Jana Heybutzki

Sollte mein Bericht bei Ihnen Interesse hervorgerufen haben, mehr über unsere Eerlebnisse zu erfahren: setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Ich bin gerne bereit, interessierten Gruppen in Wort und Bild weitere Eindrücke von diesem schönen Land und seinen liebenswerten Menschen zu verschaffen.

R. Rüdiger Burkart        

Tel. Nr. 06897 761455                                       

e-mail: krburkart@t-online.de




 

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